Fachinformation legt gegen den Branchentrend zu
Das Geschäft der Fachinformations- und Wissenschaftsanbieter erweist sich als stabil und wächst wie in den Vorjahren moderat. Das zeigt eine Auswertung der aktuellen Erhebung “Die 100 größten Verlage”.

Das vom Börsenblatt veröffentlichte Branchen-Ranking listet ein breites Spektrum von Unternehmen, die Inhalte kuratieren und in Büchern und Fachmedien verbreiten, sowohl traditionell gedruckt als auch vor allem in der Fachinformation in digitalen Formaten und Anwendungslösungen. Abgebildet werden im Ranking Wissenschafts- und Fachinformationsverlage, Anbieter von Bildungsmedien sowie Publikumsverlage.
Die im deutschsprachigen Raum erwirtschafteten Umsätze der 100 größten Verlagsunternehmen addieren sich für 2025 auf 6,67 Mrd. Euro, das sind nominal 2,2% mehr als im Vorjahr. Bereinigt um Zuwächse durch Akquisitionen beläuft sich das operative Wachstum auf ca. 1,5%. Dabei wurde die schwache Entwicklung des Publikums- und des Bildungsmarktes von den Fachinformations- und Wissenschaftsverlagen ausgeglichen.
Im Ranking der 100 Größten sind 39 Fach- und Wissenschaftsverlage vertreten. Sie stellen 3 der Top-5-Plätze. Angeführt wird das Ranking erstmals von der mit Digitalangeboten dynamisch wachsenden Fachinformationsgruppe Haufe mit ihren Schwerpunkten auf Management und Steuern. Der weltweit aktive Wissenschaftsverlag Springer Nature, die langjährige Nr. 1, rangiert nach Portfolio-Bereinigungen im DACH-Markt jetzt auf Platz 2, der RWS-Spezialist Wolters Kluwer auf Rang 4. Das inhaltlich breite Spektrum der gelisteten Fachverlage umfasst u.a. Agrar- und Bau-Wirtschaft, Geisteswissenschaften, IT und Technik, Management, Naturwissenschaften sowie vielfältige Gesundheits- und Medizinthemen.
In der Börsenblatt-Analyse des Rankings wird die unterschiedliche Entwicklung der Teilmärkte akzentuiert. Anders als im populären Buchmarkt oder auch im Bildungsbereich haben im Wissenschafts- und Fachinformationssegment in den vergangenen Jahren digitale Formate für neue Informationsangebote und Geschäftsmodelle gesorgt, die offenbar Umsatzeinbußen traditioneller Angebote und Anzeigenrückgang kompensieren. Die im Ranking vertretenen Fachverlage haben 2025, bereinigt um kleinere Akquisitionen, durchschnittlich 3% mehr umgesetzt und bleiben damit auf einem Wachstumspfad.
Die Analyse, die Top-100-Tabelle sowie eine ausführliche Übersicht zu jedem der 100 größten Verlage sind im 120-seitigen E-Paper „Die 100 größten Verlage“ enthalten, das auf boersenblatt.net angeboten wird (Die 100 größten Verlage mit neuer Nummer eins). Dort sind für jedes Unternehmen die Umsätze der vergangenen drei Jahre, gegebenenfalls auch der abweichende Gesamtumsatz durch internationale und/oder nicht verlagstypische Aktivitäten aufgeführt. Weitere Aufschlüsselungen, Angaben zu den jeweiligen Programmschwerpunkten, zur Geschäftsleitung und zum Personal vermitteln ein aktuelles Bild der einzelnen Unternehmen.
"Die 100 größten Verlage"
Das Ranking „Die 100 größten Verlage“ wird seit 1990 jährlich erhoben, zunächst von „buchreport“, seit 2025 vom Börsenblatt. Der Fachjournalist Thomas Wilking vermittelt durch eine tiefgehende Analyse der Zahlen - darunter die Umsatzverteilung nach Segmenten und den Umsatzanteil der Verlagskonzerne sowie eine Langzeitbetrachtung der Branchenumsätze - einen detaillierten Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung der 100 größten Verlage.
Ausgabeformen
- Online: "Die größten Verlage" 2026 mit neuer Nummer 1 : Analyse und Top 5 der Fach- und Publikumsverlage. Sonderauswertungen und Hintergrundartikel zu den Verlagen auf der ThemenwebsiteDie 100 größten Verlage | Börsenblatt.
- E-Paper "100 größte Verlage": 120-seitiges E-Paper mit mehreren Analysen, dem vollständigen Ranking von Platz 1 bis 100 als Tabelle, den Top 25 der Fach- und Publikumsverlage, 100 Verlagsprofile mit Kennzahlen und Erläuterungen, hier für 89 Euro erhältlich.
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