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Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz verliehen

Packender Artikel über digitale Assistenten bringt Laura Cwiertnia den Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz ein / Preisverleihung beim Empfang der Deutschen Fachpresse auf der Frankfurter Buchmesse

Von links nach rechts: Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Laura Cwiertnia, Frederick Richter, Bernd Adam. Foto: Thomas Fedra

Was macht Alexa mit all dem, was die Leute ihr erzählen? Dieser Frage ging Laura Cwiertnia in einem Beitrag in der „Zeit“ nach und erhält für die spannend sowie ausgewogen aufbereiteten Antworten den Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz, der in Kooperation mit der Deutschen Fachpresse verliehen wird. Das Selbsterfahrungsstück der Wirtschaftsredakteurin wurde von einer Fachjuryals besonders preiswürdig bewertet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird zum zweiten Mal vergeben.
„Der Beitrag entspricht in besonderer Weise den Anliegen des Preises, indem er komplexe Themen anschaulich darstellt, ausgewogen Möglichkeiten und Risiken für den Verbraucher abwägt und den Leser in den Bann zieht“,begründet Juryvorsitzende Prof. Dr. Lutz Frühbrodt die Wahl Cwiertnias. Die Autorin schaffe es, eine subjektive Selbsterfahrung mit digitalen Assistenten objektiv für den Leser darzustellen – das liege unter anderem auch am hohen Rechercheaufwand, den die Journalistin betrieben hat und an der verständlichen Sprache. Mit dem Artikel „Meine unheimliche Mitbewohnerin“lag die 31-jährige Laura Cwiertnia knapp vor den Wettbewerbsbeiträgen von Hendrik Wieduwilt („Europa im Daten-Wahn“, FAZ) und Livia Gerster („Kein falsches Spiel mehr mit unseren Daten!“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung).

Die Beiträge sind abrufbar unter:
Laura Cwiertnia / Die Zeit: "Meine unheimliche Mitbewohnerin"
Hendrik Wieduwilt / FAZ: "Europa im Daten-Wahn"
Livia Gerster / Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: "Kein falsches Spiel mehr mit unseren Daten!"

Vor rund 100 Zuschauern aus Verlagsbranche und Medien wurde der Preis im Rahmen einer Feierstunde beim Empfang der Deutschen Fachpresse auf der Frankfurter Buchmesse verliehen. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierte die Preisträgerin zum Thema „Das Datenschutz-Paradoxon – warum verhält sich der Verbraucher so widersprüchlich?“ unter der Moderation von Frederick Richter, Vorstand Stiftung Datenschutz, mit den Fachleuten Dr. Ludger Kleyboldt, Geschäftsführer NWB Verlag, sowie dem Landesdatenschutzbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Dieter Kugelmann.

Stiftungsvorstand Frederick Richter freut sich über die gestiegene Relevanz des Themas Datenschutz: „Politische Themen wie die Datenschutzgrundverordnung oder die ePrivacy-Novelle haben in diesem Jahr die Diskussion bestimmt. Laura Cwiertnias Beitrag zeigt, dass der Datenschutz im wahrsten Sinne des Wortes im Wohnzimmer angekommen ist und eine sachliche Debatte über Innovationen und Privatsphäre möglich ist.“ Auch der Kooperationspartner lobt die hohe Qualität der Beiträge: „Professioneller Journalismus ist sorgfältig recherchiert, erläutert Hintergründe, wägt ab und ist gut geschrieben. Diesem Anspruch ist die Preisträgerin mit ihrem Artikel voll gerecht geworden, in dem sie das Spannungsfeld zwischen dem Schutz der Privatsphäre und einem komfortablen Lifestyle ausleuchtet“, sagt Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse.

Im Vorjahr war der Preis an Adrian Lobe verliehen worden. In seinem Essay "Wir haben sehr wohl etwas zu verbergen“ hatte sich der freie Journalist sachlich und wertschätzend mit Argumenten und Gegenargumenten zum Schutz der Privatsphäre auseinandergesetzt. Die Anzahl der eingesendeten Beiträge wurde mit über 40 gegenüber dem Vorjahr noch einmal erhöht.