Vorwort zum Jahrbuch
Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Jahr steht das Jahrbuch Ihrer Interessenvertretung unter dem Motto „Wege in die Zukunft’. In den folgenden sieben Kapiteln greifen wir für Sie die aktuellen Themen der Fachmedienbranche auf und informieren Sie über die Arbeit der Deutschen Fachpresse. So erfahren Sie, wie sich die Fachmedienlandschaft unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise und der fortschreitenden Digitalisierung verändert und wie sich dies auf Bereiche wie Vertrieb, Online, Herstellung oder IT auswirkt. Zusätzlich kommen Digital Natives zu Wort und erklären, wie sie Fachmedien nutzen, während Branchen-Insider wiederum erklären, was für sie den Medienumbruch ausmacht.
Der radikale Medienwandel war Thema beim diesjährigen Kongress der Deutschen Fachpresse. Unter dem Motto „Wege in die Zukunft – Chancen der Digitalisierung“ berichteten Verlags-, Medien- und Kommunikationsexperten über die Veränderungen in ihren Bereichen und die Auswirkungen auf unsere Fachmedien. Gleichzeitig nutzte die Branche das Event in Wiesbaden, um sich über die eigenen Erfahrungen mit den neuen Anforderungen, aber auch über die ganz praktischen Fragen zum Medienwandel und den neuen digitalen Produkten auszutauschen.
Von den Prämierten der Awards „Fachmedien des Jahres 2010“ und „Fachjournalist des Jahres 2010“ sollten wir die ‚Best Practices’ als Anregung verstehen, um die hohen Anforderungen unserer Zielgruppen an die fachliche und journalistische Kompetenz der Fachmedien zu erfüllen. Der Vorstand der Deutschen Fachpresse gratuliert allen Preisträgern nochmals zu diesen herausragenden Leistungen.
Flankiert wurde die Branchendiskussion um den Medienwandel von den erfreulichen Ergebnissen der Studie „WerbeTrend 2010“, die das TNS Emnid-Instituts zum dritten Mal für die Deutsche Fachpresse durchführte. Untersucht wurde die Entwicklung der Werbeausgaben sowie das Planungs- und Buchungsverhalten. Alle Befragten wagten für 2010 erstmals wieder eine positive Prognose für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des eigenen Unternehmens. Auch die Werbeausgaben sollen wieder steigen oder zumindest stabil bleiben. Allerdings sind sowohl Verlage als auch Agenturen davon überzeugt, dass immer kurzfristiger gebucht werden wird. Erfreulich auch, dass der traditionelle Umsatzbringer, die Printanzeige, zwar schwächelt, aber mit einem Budgetanteil von mehr als 50 Prozent auch weiterhin die Basis der B-to-B-Kommunikation bildet.
Wir möchten Sie in der aktuellen Phase des Umbruchs unterstützen und Ihnen helfen, die notwendigen Entwicklungen zu meistern. Profitieren Sie von den vielfältigen Services, den Leistungen und dem Netzwerk der Deutschen Fachpresse!
Karl-Heinz Bonny
Sprecher der Deutschen Fachpresse