Die Schwerpunkte im Bereich Herstellung der Fachmedienhäuser haben sich in den letzten Jahren stark verändert – und damit auch die Themen, mit denen sich die Kommission Herstellung der Deutschen Fachpresse beschäftigt. Zwar stehen nach wie vor klassische Punkte auf der Agenda, etwa die Kontrolle der Produktionsprozesse (also Satz, Druck, Weiterverarbeitung, Retrievalsysteme, Auslieferung) hinsichtlich Qualität, Zeit und Kosten. Von zunehmender und entscheidender Bedeutung für Fachverlage sind heute aber vor allem Veränderung und Optimierung der Workflows und der damit verbundenen Changeprozesse.
Auf Marktanforderungen adäquat reagieren
Vernetztes Arbeiten wird in allen Bereichen zu einer immer wichtigeren Komponente, um den wachsenden Herausforderungen als Informationsanbieter gerecht zu werden. So auch im Bereich Herstellung. In diesem Zusammenhang beschäftigen die Mitglieder der Kommission derzeit vor allem drei Themen. Eines davon ist „Multichannel Publishing“, was bedeutet, dass keine Inhalte mehr manuell gehändelt werden müssen, Fachinformationen gezielt in verschiedenen Medienkanälen veröffentlicht und Inhalte intelligent auf verschiedene Kanäle verteilt werden können.
Beim Thema „Integrierte Medienproduktion“ geht es u.a. um die Integration der Teilsysteme, damit ein volldynamischer Datenaustausch über die gesamte Wertschöpfungskette gewährleistet ist. Drittes aktuelles Thema ist „Workflow-Management“. Verschlankung durch kosteneffiziente Handlungsabläufe in Fachmedienhäusern kann über eine innovative und aktive Herstellung gewährleistet werden.
Übergreifend untersucht und diskutiert die Kommission Herstellung, wie sich die Prozesse in den Verlagen (bedingt durch eine veränderte Mediennutzung) verändern, woraus sich neue Aufgabengebiete im Bereich Herstellung entwickeln und wie Fachverlage auf neue Anforderungen des Marktes adäquat reagieren können.