„Zentrum Fachmedien“: Treffpunkt für Fachverleger auf der Frankfurter Buchmesse
Zum zweiten Mal war das „Zentrum Fachmedien“ mit seiner umfangreichen Fachzeitschriftenausstellung Schauplatz des Empfangs der Deutschen Fachpresse, des traditionellen Get-togethers, das in diesem Jahr rund 80 Gäste aus der Fachmedienbranche anlockte. Auf die Begrüßungrunde mit Karl-Heinz- Bonny (Sprecher Deutsche Fachpresse), Dr. Eva E. Wille (stellv. Sprecherin Deutsche Fachpresse) und Juergen Boos (Direktor Frankfurter Buchmesse) folgte ein Vortrag zur neuen Fachpresse-Studie "Change Management in Fachverlagen".
„Das Wort ‚Digitalisierung’ gefällt mir nicht mehr. Digitalisierung, das ist ein Prozess, der schon vor 15 Jahren begann. Heute geht es um Medienkonvergenz“, sagte Boos auf dem Empfang. Gemeinsam mit Bonny (Landwirtschaftsverlag) und Wille (Wiley-VCH) stimmte er das Publikum in Halle 4.2 auf das große Thema, den Wandel der Medien und seine Folgen für Verlage, ein. Denn dass die Veränderung der Medienlandschaft nicht folgenlos für die Arbeit und die interne Struktur aller Unternehmen der Medienbranche bleiben kann, ist offenkundig. „Wir müssen spiegeln, was in der Welt der Medien passiert“, so Boos.
Diese Meinung teilt auch Bonny: „Ich gehe davon aus, dass Fachzeitschriften noch lange Zeit am Markt bestehen können. Dafür müssen sie sich allerdings verändern.“ Und in diesem komplexen Prozess des Wandels sei der Austausch unter Kollegen, wie ihn auch die Deutsche Fachpresse biete, ganz wesentlich.
Stetige Gespräche seien auch beim Thema Internetpiraterie erforderlich, so Wille. Ein Bewusstsein um Recht und Unrecht fehle vielerorts. Zudem würden Autoren das Problem häufig nicht erkennen, sodass gerade Wissenschaftsverlage wie Wiley-VCH intensive Aufklärungsarbeit leisten müssen.