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Anzeigenumsätze Fachpresse: Bisher unter Vorjahresniveau

Die Brutto-Anzeigenumsätze der Fachpresse sind im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent zurückgegangen. Während für das erste Quartal noch ein Minus von 6,5 Prozent ausgewiesen wurde, erholten sich die Umsätze im zweiten Quartal leicht: Der Halbjahreswert liegt im Vergleich zum ersten Quartal 1,5 Prozentpunkte weniger im Minus. Die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal deutet damit eine Trendwende zum Positiven im Jahresverlauf an. Das ist das Ergebnis der aktuellen Werbeträgerstatistik der vertriebsunion meynen. Überdurchschnittlich gewachsen sind die Segmente Schmuck/Uhren (+48,3%), Medizintechnik (+21,3%), Malerhandwerk (+20,3%) und Reinigung (+20%). In der Statistik erfasst werden 444 Titel aus 56 Fachbranchen.
(Quelle: fachmedien.net/Werbeträgerstatistik).

Werbemarkt: Plus bei Publikumspresse, Minus bei Fachzeitschriften

Nielsen sieht den deutschen Bruttowerbemarkt insgesamt mit plus 9,4 Prozent im Aufwind. Hiervon können die Fachzeitschriften allerdings nicht profitieren, sie verzeichneten ein leichtes Minus von 0,8 Prozent im ersten Halbjahr. Am stärksten konnte das Internet mit plus 27,5 Prozent vom wachsenden Werbemarkt profitieren. Die Publikumszeitschriften verzeichneten ein Plus von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreshalbjahr.
(Quelle: Nielsen Media Research).

Werbetrend: Unternehmen und Agenturen erwarten stabile Werbeetats

Die B-to-B-Werbekonjunktur zeigt im Jahr 2010 wieder einen leichten Aufwärtstrend. Das belegt die im März 2010 veröffentlichte Studie „WerbeTrend 2010“, für die TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Fachpresse 220 Marketing- und Mediaentscheider in Unternehmen und Agenturen sowie Anzeigenleiter in Fachverlagen befragt hat. Untersucht wurden bereits zum dritten Mal die Entwicklung der Werbeausgaben sowie das Planungs- und Buchungsverhalten.

Nach einem für Fachverlage schwierigen Jahr 2009 mit deutlichen Umsatzrückgängen belegt die aktuelle Studie eine positive Entwicklung: Drei Viertel der befragten Unternehmen und Agenturen rechnen mit zunehmenden oder stabil bleibenden Werbeausgaben in diesem Jahr. Im Vergleich: 2009 rechneten noch drei Viertel der befragten Unternehmen mit abnehmenden Werbeetats. Ein Grund für die optimistischen Erwartungen scheint die Einschätzung der Gesamtwirtschaft zu sein. Hier gehen knapp 60 Prozent der Agenturen und Unternehmen von einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im laufenden Jahr aus.

Die Einschätzungen für das eigene Unternehmen sind mit 74 Prozent noch optimistischer. Die Agenturen bewerten die Aussichten für ihre Kunden ähnlich gut. Auch die Verlage sind zuversichtlich: Zwei Drittel erwarten für 2010 eine positive Entwicklung, im Vorjahr wagten nur 36 Prozent eine positive Prognose für das laufende Jahr.

43 Prozent der Unternehmen und 80 Prozent der Agenturen rechnen mit steigenden Werbeausgaben im Bereich Onlinewerbung. Bei Printanzeigen sind die Befragten verhaltener: Knapp die Hälfte der Unternehmen geht von konstanten Budgets für Fachanzeigen aus, nur 17 Prozent rechnen mit steigenden, ein Drittel mit abnehmenden Etats. Auch die meisten Verlagsvertreter gehen im besten Fall von stagnierenden Print-Etats aus. Ähnlich optimistisch wie die Onlinewerbung bewerten die Befragten auch die Werbeausgaben für Messen und Direktwerbung. Insgesamt bleiben Messen und Printanzeigen mit einem Budgetanteil von mehr als 50 Prozent auch weiterhin die Basis der B-to-B-Kommunikation.
(Quelle: Deutsche Fachpresse WerbeTrendstudie 2010)

Gesamtverkäufe der Fachzeitschriften sind in 2010 stabil

Die Titel der Fachpresse verzeichneten im vergangenen Quartal bei den Gesamtverkäufen erneut ein weitestgehend stabiles Ergebnis. So wurden von den der IVW-Auflagenkontrolle angeschlossenen Fachzeitschriften durchschnittlich pro Ausgabe insgesamt 12,07 Million Exemplare verkauft (1/2010: 12,20 Mio. Stück).

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (kurz: IVW) veröffentlicht vierteljährlich die Auflagenzahlen ihrer Mitgliedsverlage, um sie Werbe- und Mediaplanern zur Verfügung zu stellen. Weitere Daten zur Entwicklung der Auflagenzahlen von Fachzeitschriften finden Sie hier im Geschäftsbericht der IVW auf den Seiten 57 bis 61. 
  
(Quelle: IVW Werbeträgerdaten)

Grafik: Durchschnittliche Auflagenhöhe deutscher Fachzeitschriften, Erhebung der IVW

Fachpresse-Statistik aktuell: Investitionen zahlen sich aus

In einem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 sind die Umsatzerlöse der deutschen Fachverlage nur leicht gesunken. „Mit unseren Innovationen und Investitionen in neue Geschäftsfelder, wie elektronische Medien, sind wir auf dem richtigen Weg und für das laufende Jahr gut aufgestellt", erläutert Karl-Heinz Bonny, Sprecher der Deutschen Fachpresse, die aktuelle Wirtschaftslage der Fachmedienbranche. Denn durch vorausschauende Investitionen konnten die Verlage die Rückgänge bei den Anzeigenumsätzen der Fachzeitschriften teilweise kompensieren. Der Gesamtumsatz der deutschen Fachverlage betrug 2009 3 Milliarden Euro (2008: 3,1 Mrd. Euro) – das entspricht einem Umsatzrückgang von 4,2 Prozent.

Der Umsatz mit Fachzeitschriften lag im vergangenen Jahr bei 1,8 Milliarden Euro (-10,9%), 359 Millionen Euro Umsatz entfielen auf Elektronische Medien (+21,9%). Mit einem Umsatz von 683 Millionen Euro lagen Fachbücher und Loseblätter 2009 im Plus (+4,5%). Die Dienstleistungserlöse waren 2009 hingegen mit einem Minus von 3,2 Prozent rückläufig, mit Dienstleistungen wurden 166 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Fachzeitschriften bleiben wichtigstes Medium der Fachmedienverlage

Aufgrund des geschrumpften Fachzeitschriftenumsatzes ist der Anteil der Fachzeitschriften am Gesamtumsatz der Fachverlage 2009 von 64,3 Prozent auf 59,8 Prozent gesunken. Fachzeitschriften bleiben damit dennoch das wichtigste Medium im Portfolio der Fachverlage. Die Anzahl der Fachzeitschriftentitel sank jedoch nach einer Stagnation im Jahr 2008 um 55 auf 3.852 (-1,4 %).

Elektronische Medien stützen Vertriebserlöse

Zurückzuführen ist der Rückgang des Fachmedienumsatzes vor allem auf die um 180 Millionen Euro stark gesunkenen Anzeigenerlöse im Bereich der Fachzeitschriften (-17,4 %). Hier ist der tiefste Stand seit 2001 erreicht. Mit 4,9 Prozent sanken die Vertriebserlöse der Fachmedien deutlich moderater, nach einem leicht positiven Trend in den Vorjahren. Sie wurden besonders durch das Geschäft mit Elektronischen Medien gestützt, die 56 Millionen Euro zum Wachstum bei Fachmedien beigetragen haben. Der Anteil des Auslandsgeschäfts am Fachmedienumsatz liegt mit 9,7 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (8,6%).

Eine Übersicht über alle aktuellen Wirtschaftsdaten aus der Fachpresse-Statistik 2009 finden Sie hier.

 

Top 150 Fachzeitschriften


 

Die 150 größten deutschen Fachzeitschriften - Rangliste nach Bruttowerbeumsatz 2008 (PDF)

Quelle: HORIZONT www.horizont.net  

Top 100 Fachzeitschriften




Die Top 100 der deutschen Fachzeitschriften - Rangliste nach Auflagen (PDF)

Quelle: media spectrum www.media-spectrum.de