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Mobile Content: Von Lernkurven, angespannter Neugierde und der Suche nach Geschäftsmodellen

„Wir sind angespannt neugierig beim Thema Mobile Content“, sagte Ludger Simon (Schlütersche Verlagsgesellschaft) im Forum Herstellung auf der Frankfurter Buchmesse 2011.

Dort diskutierte er am 12. Oktober zusammen mit Vitus Graf (Deutscher Ärzte-Verlag), Thomas Lennartz (NWB Verlag) und Holger Leuteritz (Textunes) im Rahmen des Fachpresse-Panels über „Mobile Content – Neue Anforderungen an den Publishing-Workflow“. XML, Epub, HTML5, vieles wurde kurz gestreift in der lebhaften, von Fachpresse-Geschäftsführer Bernd Adam moderierten Diskussion. Standardisierung ist die Richtung, in die es beim Thema Workflow geht, davon war nicht nur Leuteritz überzeugt.

Deutlich wurde aber auch, dass Technik letztlich nur Mittel zum Zweck ist. Auch wenn von ihr bzw. der Herstellungsabteilung Impulse für neue Produktideen ausgehen können. Gefordert sei vor allem der Produktbereich, der bei Innovationen durchaus mit der Vorstellung herangehen könne „Technik kann alles“.

Immer wichtiger werde es, so die Fachverlagsexperten, den Kunden sehr genau auf die Finger zu schauen, wie sie Produkte nutzen. „Man muss Mobile von der Zielgruppe her denken“, sagte Simon. Was bedeute, dass es, so Lennartz ergänzend, auf Dauer nicht mehr um Medienneutralität, sondern um eine medienspezifische Aufbereitung gehen wird.

Noch etwas machte das Panel klar: Bislang fehlen etablierte Geschäftsmodelle, die Lernkurven in den Verlagen sind dementsprechend steil. „Wir dürfen keinen Weg außer Acht lassen“, empfahl Graf den Zuhörern. Gerade weil es noch keine Sicherheiten gebe.