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Informationsrezeption heute: VDZ Zeitschriftentage 2011

Bei den VDZ Zeitschriftentagen am 17. und 18. November richtet die Deutsche Fachpresse die Session „Wahrnehmung und Informationsverarbeitung in der modernen Medienwelt“ aus.

 

„Wahrnehmung und Informationsverarbeitung in der modernen Medienwelt“

Beleuchtet wird die Frage, wie Fachinformationen heute kommuniziert werden müssen, um für den modernen Menschen nutzbar zu sein. Gastredner ist Hirnforscher Dr. Martin Christian Hirsch (Geschäftsleitung Eyeplorer, Berlin, und Mitglied der Parmenides Foundation, München), der in seinem Vortrag „Wahrnehmung und Informationsverarbeitung in der modernen Medienwelt“ erläutern wird, warum Lösungen am „Point of Care“ für Fachverlage heute so wichtig sind. Das Panel der Deutschen Fachpresse findet am 17. November von 15.15 bis 16.15 Uhr statt.

„Zeitschriftenverleger – Gestalter der neuen Medienwelt“

Thema der gesamten VDZ Zeitschriftentage 2011, zu denen sich auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel angekündigt hat, ist „Zeitschriftenverleger – Gestalter der neuen Medienwelt“. Das Vortragsprogramm des Kongresses bietet erneut auch Fachverlegern Wissenswertes rund um die Themen Wachstum auf allen Medienkanälen, Innovation als Wettbewerbsfaktor und Strategien für das Geschäft im Ausland. Die Fachverlagsperspektive bringen bei den Vorträgen und Podiumsrunden u.a. Stefan Rühling (Vogel Business Media) und Dr. Ulrich Hermann (Wolters Kluwer Deutschland) ein.

Höhepunkt des ersten Kongresstages ist wie immer die VDZ Publishers‘ Night mit der Verleihung der „Goldenen Viktoria“, sie findet am Abend des 17. November statt.
| Vollständiges Programm und Anmeldung

Save the Date!
Session „Wahrnehmung und Informationsverarbeitung in der modernen Medienwelt“ am 17. November 2011 von 15.15 bis 16.15 Uhr

Vorab informieren: Interview mit Dr. Martin Christian Hirsch zur modernen Informationsrezeption

Mitmachen bei Mobile Content: VDZ Zeitschriftentage 2010

Im Rahmen der VDZ Zeitschriftentage 2010, die am 18. und 19. November unter dem Motto „Faszination Zeitschriften – Zukunft gemeinsam gestalten“ in Berlin stattfanden, richtete die Deutsche Fachpresse eine Session aus.

„Mobile Produkte sind ein Innovationsbeweis"

Praxisnahe Tipps und Erfahrungen aus erster Hand standen im Mittelpunkt der Session „Mitmachen bei Mobile Content". Sie richtete sich vor allem an Fachverleger kleinerer und mittlerer Unternehmen.

„Wir wollen direkt von der Werkbank berichten, wie Fachverlage mobile Inhalte entwickeln", sagte Bernd Meidel zum Auftakt der Session. Vor rund 80 Zuhörern erläuterten der Leiter Operations bei Vogel Business Media (Würzburg) und Vorsitzender der Kommission Online der Deutschen Fachpresse sowie die Kommissionsmitglieder Wolfgang Saam (Verlagsgesellschaft Rudolf Müller) und Thomas Lennartz (Nwb Verlag), welche Strategien sie in ihren Verlagen für die Einführung mobiler Produkte gewählt und welche Erkenntnisse sie dabei bislang gewonnen haben. Die Moderation hatte Bernd Adam (Deutsche Fachpresse).

Übereinstimmend erklärten sie, dass mobile Produkte im B-to-B-Bereich etwa die Apps „Dach + Holz" und „Nwb mobile" oder die mobile Website „Kfz-Betrieb Online" sowohl von Endkunden als auch Anzeigenkunden genutzt werden. Fachverlage dürften die Entwicklung mobiler Produkte deshalb nicht länger aufzuschieben. „Der ultimative Nutzwert muss nicht immer gleich zentrales Ziel bei der Einführung mobiler Produkte sein", sagte Meidel.

Entscheidend sei vielmehr, den Verlag und seine Mitarbeiter jetzt in die mobile Welt zu bringen und so die Grundlagen für eine Weiterentwicklung der Produkte zu legen. Zudem seien Apps und mobile Websites wichtige Innovationsbeweise in der Kommunikation mit Werbekunden.

Informationen zu den VDZ-Zeitschriftentagen gibt es hier.

Die Vortragscharts zur Session "Mitmachen bei Mobile Content" gibt es hier zum Download (PDF, 8,8 MB).

Rückblick: VDZ Zeitschriftentage 2009

Fachverlage sind Wissensdienstleister

Neue Wege der Produktentwicklung, die Markenführung und die Einbindung der Kunden in den Entwicklungsprozess waren Schwerpunkte des Panels, das die Deutsche Fachpresse bei den VDZ Zeitschriftentagen 2009 gestaltete. Geschäftsführer Bernd Adam moderierte die Runde.

Der Kunde im Fokus

„Leser und Nutzer wollen heute jederzeit, von jedem Ort aus und über jeden Kanal auf die Informationen und Dienstleistungen eines Fachverlags zugreifen können“, sagte Dr. Marco Olavarria (Kirchner + Robrecht Management Consultants) in seinem Einführungsvortrag. „Sie erwarten, dass die Informationen und Dienstleistungen ihre individuellen Bedürfnisse in konkreten Arbeitssituationen befriedigen“. Auf diese veränderten Erwartungen müssten Verlage reagieren. Daher solle sich der Fachverlag von morgen als Wissensdienstleister verstehen und integrierte Lösungen anbieten, das heißt umfassende Lösungspakete für Leser und Kunden, die die Arbeits- und Kommunikationsprozesse direkt unterstützen. So lautet eines der Ergebnisse der Studie „Produktentwicklung innovativ – mit Kunden neue Wege gehen“, die Olavarria derzeit gemeinsam mit der Deutschen Fachpresse durchführt.

Zentral oder Dezentral - Produktentwicklung heute

Wie Produktentwicklung bei Fachverlagen heute funktioniert, erläuterten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, Markus Gotta, Bereichsgeschäftsführer Deutscher Fachverlag, Claudia Michalski, Geschäftsführerin Beuth Verlag, und Detlef Koenig, Verlagsleiter VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft. Im Deutschen Fachverlag sei die Produktentwicklung dezentral organisiert und erfolge aus den einzelnen Linien heraus, erklärte Gotta. Im Onlinebereich habe der Verlag zusätzlich einen so genannten Onlinebeauftragten, der Online- und Social Media-Trends aufspüre und bei der Entwicklung von Konzepten eingebunden werde. Der Beuth Verlag setzt wiederum auf ein zentral organisiertes Produktmanagement mit verschiedenen Produktmanagern für verschiedene Fachbereiche sowie auf Fokusgruppen mit den Kunden, berichtete Michalski. Außerdem habe man das Qualitätsmanagement erst kürzlich verbessert und Produktentwicklungsprozesse für die Mitarbeiter dokumentiert. Damit sei festgelegt, wer welche Informationen an wen kommunizieren muss.

Die Gefahr, dass Synergien im Unternehmen ungenutzt bleiben und dieselbe Idee intern zur gleichen Zeit von mehreren Seiten verfolgt werde, schätzte Koenig als gering ein. In seinem Verlag orientiere man sich unter anderem auch an Amerika. So haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, einmal im Jahr in die USA zu reisen und sich dort neue Ideen und Inspirationen zu holen. Laut Michalski gehe es auch darum, den Mitarbeitern zu zeigen, dass sich Ideen nicht kannibalisieren. Gutes Beispiel: Die Einführung von E-Books bei Beuth habe der Buchreihe nicht geschadet. Und wie findet man heraus, was Kunden wirklich wollen? Laut Olavarria kommt man hier entweder über den klassischen Weg der Fokusgruppen zum Ziel oder mit dem so genannten „Shadowing“, indem man den Kunden bei bestimmten Arbeitsprozessen begleite und beobachte. Wege, die diverse Fachverlage schon beschreiten, um Kundenbedürfnisse wirklich zu erfassen und passende Angebote zu entwickeln.

Weitere Informationen zu den VDZ-Zeitschriftentagen gibt es hier.