Das neu gestaltete „Zentrum Fachmedien“ war Schauplatz eines Empfangs der Deutschen Fachpresse mit unterhaltsamer Gesprächsrunde und einer umfangreichen Fachzeitschriftenausstellung.
„Wir sind mit dem ,Zentrum Fachmedien‘ noch am Anfang, es soll auf jeden Fall weiter ausgebaut werden“, sagte Juergen Boos (Direktor der Frankfurter Buchmesse) auf dem Empfang der Deutschen Fachpresse mit Blick auf die Zukunft des neuen Zentrums in Halle 4.2. Zu der Veranstaltung mit Boos, Karl-Heinz Bonny (Sprecher Deutsche Fachpresse), der den Empfang moderierte, und Dr. Eva E. Wille (stellvertretende Sprecherin Deutsche Fachpresse), hatte die Deutsche Fachpresse am Buchmessen-Donnerstag ins „Zentrum Fachmedien“ eingeladen. Ob es ein Trend sei, dass kleine Wettbewerbsverlage gemeinsam ausstellten, wie beispielsweise der Landwirtschaftsverlag und der DLG Verlag – wollte Bonny, Hauptgeschäftsführer des Landwirtschaftsverlags (Münster), vom Messedirektor wissen. Er kenne diesen Trend bereits aus dem Bereich Belletristik, so Boos, und er sei wichtig für kleine Verlage, um voran zu kommen. Von seiner Stellvertreterin wollte Bonny erfahren, was ihren Verlag mit China, dem Ehrengast der diesjährigen Buchmesse, verbinde. Wille, die bei Wiley-VCH (Weinheim) Vice President Executive Director ist, erläuterte, dass rund 50 Prozent der Ideeneinreichungen für Zeitschriften bei Wiley-VCH sowie viele Forschungsergebnisse aus China kämen. China ist in ihren Augen ein „boomendes Land“ in diesem Bereich. „Wie weit ist Wiley-VCH im Bereich Paid Content?“ lautete eine weitere Frage. Willes spontane Antwort:“ Alles ist Paid Content bei uns.“ Auf die eine oder andere Weise werde bei einem Wissenschaftsverlag immer für Content bezahlt, unter anderem über Open Access-Modelle. Im Anschluss an die Gesprächsrunde im dicht gefüllten „Zentrum Fachmedien“ stellten Bernd Pitz (Selbstverständlich – Rat & Tat für Medien) und Dr. Martina Steinröder (Steinröder Publishing Consulting) die Ergebnisse der Studie „Wege in die Zukunft – Herausforderungen für Fachverlage 2010/2013“ vor, die mit Unterstützung der Deutschen Fachpresse durchgeführt worden war.
Neues Ausstellungskonzept kommt gut an
Neben verschiedenen Vorträgen und Veranstaltungen bot das „Zentrum Fachmedien“ den Besuchern rund 800 Fachzeitschriften aus verschiedenen Branchen in einer Ausstellung. Interessierte hatten die Möglichkeit, Fachzeitschriften und Onlineangebote aus Kategorien wie Bauen und Planen, Kunst und Kultur, Medizin, Recht, Wirtschaft sowie Wissenschaft anzuschauen und Ansichtsexemplare der Zeitschriften zu bestellen. Die traditionelle Fachzeitschriftenausstellung fand erstmals in dieser Form statt. Das neue Konzept wurde gut angenommen. Deshalb soll die Leistungsschau, so die Veranstalter, im nächsten Jahr erneut in dieser Art angeboten werden. Die Deutsche Fachpresse war Partner der Fachzeitschriftenausstellung im „Zentrum Fachmedien“.